Warum versteckt sich meine Katze?

Eingestellt am Nov 14 2017 - 9:02am von Feliway

Dass Katzen sich gerne verstecken, ist kein Geheimnis. Sie lieben Rückzugsorte und leben dieses natürliche Verhalten auch gerne daheim aus. Das rührt daher, dass Katzen ein großes Ruhebedürfnis haben, gerne erstmal aus einer Versteckposition ihre Beute belauern, aber auch Stress- oder Gefahrensituationen meiden und so ihrem angeborenen Sicherheitsbedürfnis nachgehen.

Die Situationen, die Katzen als bedrohlich ansehen, können vielfältig sein. Besucher, laute Geräusche oder Streit mit der Partnerkatze sind nur einige, die Katzen in ihrem Zuhause dazu bringen können, Verstecke aufzusuchen. Als Gewohnheitstiere tun sich die Vierbeiner schwer mit Veränderungen und so manche sensible Katze wirft sogar ein neuer Schrank so aus der Bahn, dass sie in Stress gerät. Was die Orte betrifft, die Katzen sich als Verstecke aussuchen, sind sie sehr kreativ. Neben Taschen und Koffern sind beliebte Verstecke hinter Möbeln, unter dem Bett oder Sofa oder irgendwo, wo es eine Wärmequelle gibt.

Verstecken als plötzliche Verhaltensänderung

„Wohnt“ eure Katze plötzlich unter dem Sofa, dann sollten auch gesundheitliche Probleme nicht als Ursache außer Acht gelassen werden. Zieht sich eine Katze plötzlich sehr und über einen längeren Zeitraum zurück, obwohl es keine weiteren offensichtlichen Gründe gibt, die als Stressursache in Frage kommen, kann dies bedeuten, dass es ihr nicht gut geht.

Ein Gang zum Tierarzt schafft diesbezüglich Klarheit.

Eine Katze zieht ein und lässt sich nicht blicken

Viele Neukatzenbesitzer sind erst einmal sehr verunsichert, wenn der in der alten Umgebung noch sehr freundliche und offene Stubentiger im neuen Zuhause sofort den Rückzug antritt und teilweise über Tage verschwunden ist. Gerade bei Katzen aus dem Tierheim ist ein solches Verhalten sehr oft zu beobachten. Hier sollte man nicht den Mut verlieren, denn das Tierheim an sich ist schon eine Ausnahmesituation für die Vierbeiner. Oft müssen sie zu mehreren auf relativ engem Raum leben und die Zuwendung durch Menschen ist aus Auslastungsgründen in den Tierheimen ebenfalls begrenzt. Folgt dann noch der Umzug in eine neue Umgebung mit neuen Menschen, reagieren viele Katzen erstmal sehr verunsichert.

Entpuppt sich die neue Katze im neuen Zuhause als scheu, muss man sich als Besitzer leider erstmal in Geduld üben. Die Katze braucht Zeit, die Situation einzuordnen und das neue Zuhause zu erkunden. Dies geschieht dann meist nachts, wenn die Menschen schlafen und die Katze sich etwas sicherer fühlt. Unbedingt wichtig ist, die Vierbeiner nicht zu direktem Kontakt zu zwingen, sondern darauf zu warten, bis sie von sich aus den Kontakt aufnimmt.

Einer scheuen Katze den Einzug erleichtern

Neben der Geduld gibt es noch einige Dinge, die man tun kann, um der Katze das Ankommen zu erleichtern und ihr die Scheu zu nehmen.

  1. Die Wohnung katzenfreundlich einrichten
    Katzen lieben, wie oben schon erwähnt, Rückzugsmöglichkeiten. Im normalen Alltag sind diese meist erhöht. Katzen sind sehr dankbar für Plätze, von denen sie das Zimmer überblicken können und an denen sie keiner stört. Dies können ein gut erreichbares Plätzchen auf einem Schrank sein oder einige Regalbretter weiter oben an der Wand (ein sogenannter Catwalk). Der positive Nebeneffekt: Katzen können ihr natürliches Verhalten ausleben und man benötigt dafür nicht mal Stellfläche in dem Bereich, in dem wir Menschen uns normalerweise bewegen. Aber auch Kartons, Schränke und Schubladen werden gerne genutzt. Hier ist wichtig, dass es keine Gefahren wie selbst schließende Schränke oder ähnliches gibt.
  2. Futter und Toilette in den ersten Tagen in die Nähe des Verstecks stellen
    Dies kommt hauptsächlich in Frage, wenn der Neuankömmling über längere Zeit im Versteck verharrt. Damit die Katze nicht hungern muss und ihr Geschäft verrichten kann, können Toilette und Fressnapf (nicht direkt nebeneinander) in der Nähe des Verstecks platziert werden.
  3. Nicht direkt zum Spielen animieren
    Bei scheuen Katzen kann es passieren, dass sie in den ersten Tagen nicht sonderlich spielfreudig sind. Das hat oft mit dem Stress durch das Tierheim und/oder dem Umzug zu tun und kann zur Folge haben, dass die Vierbeiner erstmal viel schlafen und ungestört sein möchten. Aber auch bei scheuen Katzen ist der Jagd- und Spieltrieb angeboren und manchmal siegt die Neugier über die Angst. Wenn sich die Katze etwas eingewöhnt hat und sich etwas entspannt hat, kann man mit einer Katzenangel oder ähnlichem vorsichtig versuchen, den Vierbeiner zu animieren. Hier sollte man jedoch nicht zu stürmisch sein oder die Katze bedrängen.
  4. Noch vor dem Einzug den FELIWAY Classic Verdampfer einstecken
    Dieser wurde speziell für Stresssituationen bei Katzen entwickelt und wird von unseren Kunden sehr erfolgreich auch bei Umzug oder Einzug einer neuen Katze eingesetzt. FELIWAY Classic ist eine Nachbildung des natürlichen Gesichtspheromons der Katze und vermittelt ihr Sicherheit und Entspannung. (https://www.feliway.com/de/FELIWAY-Produkte/FELIWAY-CLASSIC-Verdampfer)

Falls schon eine Katze in der Wohnung lebt habt und eine zweite einziehen soll, wird das Ganze noch ein klein wenig komplizierter. Wichtig ist die richtige Zusammenführung und eine katzengerecht eingerichtete Wohnung, so dass sich keine Katze benachteiligt fühlt.
Beides haben wir umfassend in folgenden Artikeln beschrieben:

Die optimale Zusammenführung

Mit genügend Ressourcen im Revier Konflikten vorbeugen


Auf unserer Website findet ihr ebenfalls noch viele Tipps zum Thema: Zur Website

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

  1. Maria Hopf 18. November 2017 at 11:18 - Antworten

    Unsere sind schon seit April da und sind immer noch scheu.Mutter 6 Jahre hat noch mehr Angst wie ihre Tochter 10 Monate.Ich hoffe das legt sich irgendwann mal,denn es ist manchmal zum Verzweifeln. Hast Tiere aber hast auch keine Tiere.

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