Der Tierarztbesuch mit Katze: Entspannter Transport

Eingestellt am Nov 16 2016 - 7:00pm von Feliway

Der Besuch beim Tierarzt ist für Katzen mit großem Stress verbunden. Die Katze ist ein territoriales Tier und orientiert sich hauptsächlich an ihrer Umgebung. Sie markiert ihr Revier mit einer Vielzahl von Geruchsbotenstoffen (Pheromonen), die für den Menschen nicht wahrnehmbar sind. Wenn die Katze sich an einem Platz sicher und geborgen fühlt, reibt sie ihren Kopf an den Möbeln, den Ecken der Wände und setzt dadurch bestimmte Gesichtspheromone frei. Diese Gesichtspheromone vermitteln Wohlbefinden, Ruhe und Sicherheit. Bei Verlust der gewohnten Umgebung, z. B. auf dem Weg in die Tierarztpraxis, steht sie unter starkem Stress, da sie alle ihre duftbedingten Orientierungspunkte verliert.

Tierarzt-Wartezimmer
Man kann allerdings einiges dafür tun, damit der Stress durch den Besuch beim Tierarzt auf ein Minimum reduziert wird. Das geht schon los auf dem Weg dahin:

Die richtige Transportbox wählen

Auch wenn sie natürlich hübsch aussehen, sollten Transportkörbe für Katzen nicht aus Weide bestehen. Klassische Weidenkörbe lassen sich in der Regel nicht weit genug und nur nach vorne öffnen und ermöglichen so der Katze sich im Material festzukrallen. Müssen Praxisteam oder Besitzer die Katze aus dem Korb holen, fühlt sie sich bedrängt und es kann zu Verletzungen kommen. Besser sind Plastiktransportboxen, deren Deckel abnehmbar sind. Außerdem lassen diese sich auch besser reinigen.

Rechtzeitige Gewöhnung an die Transportbox

Wichtig ist, die Katzen rechtzeitig an die Transportbox zu gewöhnen. Eine positive Verknüpfung mit dem Transportkorb lässt sich leicht herstellen, indem man den Transportkorb offen in der Wohnung aufstellt und die Katze jeden Tag mit etwas besonders Leckerem darin füttert. Der zweite Schritt ist dann, die Klappe zu schließen und die Box in der Wohnung herumzutragen. Klappt dies gut, könnt ihr einige Wege erledigen, die nichts mit Tierärzten zu tun haben und die Katze somit an die Geräuschkulisse unterwegs zu gewöhnen. Natürlich sollte wie bei Hunden auch immer belohnt werden, wenn der Vierbeiner ruhig bleibt. Ähnliche Wege sollten auch zwischen den Tierarztbesuchen unternommen werden, damit der Vierbeiner die Box nicht ausschließlich mit dem Tierarzt assoziiert.

Für einen entspannten Transport, könnt ihr das FELIWAY Spray unterstützend einsetzen. FELIWAY imitiert das natureigene Gesichtspheromon der Katze und signalisiert ihr, dass sie sich in dieser Transportbox sicher und geborgen fühlen kann. Und so geht’s: Sprüht FELIWAY (in Abwesenheit der Katze) 15 Minuten vor Verlassen der Wohnung in die Transportbox. Stress und Angst während des Transports werden so von Anfang an vermindert.

In der Ruhe liegt die Kraft

Auch wenn es schwierig ist, aber für die Katze ist es überaus wichtig, dass man ruhig bleibt und ihr dadurch Sicherheit gibt. Da sich Stimmungen schnell vom Menschen auf das Tier übertragen, sollte der Besitzer als Ruhepol fungieren. Dazu gehört auch, dass man auf laute Musik oder Rauchen während der Fahrt zum Arzt möglichst verzichtet. Die anderen Reize, die der Vierbeiner auf dem Weg zum Arzt aufnehmen muss, sind für Katzen schon stressig genug.


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www.feliway.de | Beim Tierarzt

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

  1. Margitta Knöller 17. November 2016 at 13:56 - Antworten

    Ich habe zwei Katzen, die sehr entspannt in ihren zwei Boxen sitzen, auch zu Hause. Während der Autofahrt allerdings, ist die eine Katze nur am Jammern. Die andere sitzt ganz ruhig in der Box. Auch das Aussteigen aus der Box beim Tierarzt ist kein Problem. Nur das Gejammer während der Autofahrt streßt uns alle. Demnächst bekommen wir einen Garten und müssen die Katzen dann ca. 30 km weit mit dem Auto beförden. Uns graust es jetzt schon davor und für die Katze ist es ja auch nicht schön. Habt ihr evtl. eine Lösung für die Fahrt. Vor einigen Jahren fuhr ich mit meine Katze (war eine andere) ebenfalls im Auto und habe sie aus der Box gelassen, so dass sie sich im Auto frei bewegen konnte. Das half, das Gejammer hat sofort aufgehört. Hinter den Sitz hatte ich sogar eine Toilette gestellt, diese hate sie bei den ersten Fahrten auch benutz, da sie wohl etwas gestreßt war, danach nicht mehr, sie hatte sich wohl an das Autufahren gewöhnt.
    Vielen Dank und viele Grüße

    • Feliway 19. November 2016 at 9:33 - Antworten

      Hallo Margitta,

      das ist ein wenig schwierig zu beurteilen, woran das liegen könnte. Einigen Vierbeinern wird beim Autofahren schlecht. Vielleicht ist das bei eurer Katze auch der Fall. Katzen sollten 4 bis 6 Stunden vor einer Autofahrt nicht mehr gefüttert werden, da das die Übelkeit noch verstärken kann. Ansonsten hilft vielen auch unser Transport-Spray, welches wir im Artikel erwähnen.

      Alles andere ist vor allem mit viel Training verbunden. Hier kann es helfen, mit kurzen Strecken zu trainieren oder – wenn es ganz schlimm ist – erstmal Trockenübungen zu machen. Also die Katze mit Box ins Auto stellen und erstmal das Auto nur anzumachen, ohne loszufahren. Viel positive Bestärkung durch Loben ist da natürlich nützlich für jede Minute, die der Stubentiger ruhig bleibt.

      Davon, die Katze im Auto raus zu lassen, raten wir ab. Es gibt zwar diesbezüglich nicht so strikte Vorschriften wie bei Hunden, aber die Gefahr, dass irgendetwas passiert, ist einfach für alle Beteiligten zu groß.

      Viele Grüße

      Steffi vom FELIWAY Team

  2. Corinna 18. November 2016 at 15:13 - Antworten

    Mein Kasimir hat panische Angst vor der Transportbox. Ich habe sie jetzt schon seit einiger Zeit draußen und sichtbar stehen, das erträgt er aber so wie ich das DIng hochnehme und sei es nur um sie an einen anderen Platz zu stellen, ist Kasi verschwunden. Der nächste Tierarztbesuch steht an und mir graut schon. Feliway hat bisher leider nicht geholfen. Wenn ihr noch ne Idee habt, immer her damit. Danke schon mal und viele Grüße

    • Feliway 19. November 2016 at 9:22 - Antworten

      Hallo Corinna, das kannst du nur mit viel Geduld trainieren. Also in Verbindung mit Leckerlis oder Clickertraining deinen Kasimir immer wieder reinlocken und ihm so zeigen, dass die Box nicht grundsätzlich böse ist.

      Viele Grüße

      Steffi

  3. Bianca 15. September 2017 at 15:51 - Antworten

    Hallo,
    Ich habe inzwischen zwei kater. Zunächst war das mit der Transportbox gar kein Problem.
    Dann sind sie kastriert worden seitdem geht nichts mehr.
    Leider musste ich akut zum Tierarzt und habe daher beide in ihre Box setzen müssen. In einem Moment wo sie nicht damit gerechnet haben.
    Beide sind nicht gerne auf dem Arm und ich gehe davon aus , das es damit zusammenhängt.
    Habe Angst das sie jetzt grundsätzlich Angst auch vor mir haben.

    • Feliway 19. Oktober 2017 at 11:38 - Antworten

      Hallo Bianca, das kann natürlich sein, dass es damit zusammenhängt und da hilft leider nur Training, um das Vertrauen wieder aufzubauen. Also sie müssen verstehen, dass nicht jedes Mal, wenn sie auf den Arm genommen werden oder die Box in der Nähe steht, so ein unangenehmer Tierarztbesuch ansteht.

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