Teil 1: Streit zwischen Katzen – Wer passt zu wem?

Eingestellt am Jul 6 2016 - 6:00pm von Feliway

Heute starten wir mit unserer neuen Serie, die sich – begleitend zu unserem neuen Produkt FELIWAY® FRIENDS – mit dem Thema Mehrkatzenhaushalt beschäftigt. Zusammen mit Sabine Schroll, die einigen von euch sicher schon durch ihre Bücher ein Begriff ist, haben wir das Thema für euch aufgearbeitet und werden in den nächsten Wochen ausführlich auf Konfliktentstehung, Ursachen und natürlich Problemlösungen eingehen.

Mehrkatzenhaushalt-1

Foto: Sabine Schroll

Eigenbrötler oder WG-Freund?

Katzen sind sehr sozial und genießen den Kontakt zu Artgenossen. Aufgrund ihres Jagdverhaltens sind sie jedoch nicht auf ein Zusammenleben in der Gruppe angewiesen.

Ob Ihre Katze in einer engen Partnerschaft, zwanglosen Wohngemeinschaft oder doch eher alleine glücklich wird, ist eine individuelle Frage des Charakters und der vorhandenen Ressourcen, wie ausreichenden Futter- und Schlafplätzen im eigenen Revier.

Charakter-Check: Wer mit wem?

Das geringste Konfliktpotenzial hat man wohl bei Stubentigern, die bereits miteinander aufgewachsen sind. Soll heißen, je ähnlicher sich die beiden sind, desto weniger Konfliktpotenzial gibt es im gemeinsamen Zusammenleben. Hier ist es so, dass eher gleichgeschlechtliche Katzen miteinander harmonieren, da sich das Verhalten und die Interessen zwischen Katze und Kater durchaus unterscheiden. Auch vom Alter her klappt es meist besser, wenn die Stubentiger diesbezüglich nicht zu weit auseinander liegen.

Sehr tiefe und innige Beziehungen zwischen Katzen kann man oft dann beobachten, wenn sich die Stubentiger bis ins frühe Erwachsenenalter kennengelernt haben und miteinander aufgewachsen sind. Hier hat man eine kommunikative Ebene, die die Grundlage für ein harmonisches Miteinander bildet.

Neben dem Alter und dem Geschlecht spielt auch das Temperament eine Rolle. Im besten Falle ist dies ebenfalls ähnlich gelagert. Ist eine Katze introvertiert und ruhig, die andere jedoch sehr aufgedreht und draufgängerisch, bietet dies Konfliktpotenzial.

Nicht zuletzt entscheidet jedoch wie bei uns Menschen immer jede Katze selbst, ob die Chemie stimmt. Manchmal mag man sich einfach nicht, obwohl es gar keinen echten Grund gibt – dies kann auch bei den Vierbeinern der Fall sein.

Zu den anderen Artikeln der Reihe “ Streit zwischen Katzen“

Teil 1: Wer passt zu wem?

Teil 2: Die optimale Zusammenführung

Teil 3: Ausdrucksverhalten bei Konflikten

Teil 4: Freunde oder Rivalen? Verhalten deuten bei Katzen

Teil 5: Mit genügend Ressourcen im Revier Konflikten vorbeugen

Teil 6: Streit zwischen Katzen – Was tun?


Unser neues Produkt für mehr Harmonie im Mehrkatzenhaushalt: FELIWAY® FRIENDS
Weitere Infos zur neuen Handelsform findet ihr auf unserer Website: www.feliway.com/de/Neu-FELIWAY-Friends

Sabine-Schroll

Foto: Kronenzeitung / Chris Koller

Die Beitragsserie entstand in Zusammenarbeit mit Sabine Schroll, geboren 1964, hat in Wien Tiermedizin studiert und betreibt seit 1991 eine Kleintierpraxis in Krems an der Donau mit den Schwerpunkten Allgemeinmedizin und Verhaltensmedizin. In Büchern, Vorträgen, Seminaren und Zeitschriftenbeiträgen gibt sie ihr Wissen weiter.

Website // Bücher für Katzenbesitzer

 

 

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

  1. Sabine 10. Juli 2016 at 18:28 - Antworten

    Hi!
    Mir ist nach 6Jahren mit meinen 2 Damen ein kleines Kätzchen zugelaufen und hat unseren Haushalt übernommen. Am ersten Tag spazierte sie mit einer Selbstverständlichkeit an meinen 2 vorbei zur Futterschüssel und dann zum Katzenkisterl, daß diese nur verblüfft zusehen könnten.

    Mittlerweile ist bei meinen 2 der der 2.Frühling eingetreten, sie tollen und spielen, sodass ich das Gefühl habe wieder katzenbabies im Haus zu haben. Es macht aber Spaß zuzusehen, wie sie spielen und raufen um im nächsten Moment zusammen auf der Couch zu kuscheln.

    Lg

  2. Nira 28. Juli 2016 at 9:51 - Antworten

    Ich habe einen Kater, 6 Jahre. Letztes Jahr ist mir ein Findelkind von ca 3 Wochen vor die Füße gefallen. Die Mutter war nicht auffindbar. Nachdem 1. Durchchecken beim Tierarzt habe ich die kleine mit nach Hause genommen. Mein Kater war nicht begeistert. Hat die kleine ständig angefaucht aber dann zurück gezogen. Nach 6 Wochen hat er sie akzeptiert. Mittlerweile ist die kleine 1 Jahr alt und wir sind vor einem 3/4 umgezogen. Für beide eine neue Wohnung und somit für beide ein neues Revier. Nun stänkert mein Kater ständig gegen die kleine. Verscheucht sie von meinem Bett, wenn sie dort liegt und er da hin will. Oder er geht an ihr vorbei und “ greift“ sie plötzlich an. Sie kabbeln dann miteinander, wobei er letztens sehr grob war, da sie plötzlich aufschrie. Ist das nur spielen oder doch ernstes Revier verhalten. Lg Nira

    • Feliway 9. August 2016 at 11:49 - Antworten

      Hallo Nira, nach Spielen klingt das leider nicht mehr wirklich. Allerdings können wir aus der Ferne auch die Situation nur so bedingt beurteilen. Wenn du Sorgen hast, dass die Kleine zu sehr gemobbt wird, kannst du einen Verhaltenstierarzt kontaktieren, der sich das mal vor Ort anschaut. http://www.gtvmt.de/service/suche-verhaltenstieraerzte/

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