Rasse-Porträt: Perser – willensstarker und gemütlicher Zeitgenosse

Eingestellt am Dez 2 2015 - 3:03pm von Feliway

Recht pflegeintensiv kommen die Perser daher, sind aber doch weit mehr als Plüschkatzen. Denn so gemütlich sie sind, so sehr haben sie alle Bedürfnisse, die andere Katzen auch haben.

Persian cat

Charakter

Dass die felligen Vierbeiner eine der ältesten und populärsten Katzenrassen überhaupt sind, kommt nicht von ungefähr. Der ruhige und eher zurückhaltende Charakter und ein nur bedingt ausgeprägter Freiheitsdrang machen sie zum idealen Mitbewohner, wenn große Spaziergänge nach draußen nicht unbedingt möglich sind.

Fremden gegenüber sind Perser oft skeptisch. Wen sie einmal in ihr Herz geschlossen haben, sind je jedoch jederzeit überaus freundlich und liebenswert gegenüber. Sie schmusen wirklich gerne und genießen Streicheleinheiten sehr. Ihren eigenen Kopf haben sie, wie jede Katze, bei aller Freundlichkeit dennoch. Ist ihr gerade nicht nach Kuscheln, zeigt sie dies auch. Auch ihre Bezugspersonen sucht sich der Vierbeiner gerne selbst aus. Ist ihr nach Schmusen, weiß sie auch, das sehr charmant einzufordern.

Während viele andere Rassen gerne Action und Abenteuer haben, macht man die Perser meist mit einem warmen Fensterplatz glücklich, von dem sie die Aussicht genießen, und möglichst viel Zeit, die sie mit ihren Lieben verbringen kann. Einem kleinen Fang- oder Jagdspiel sind jedoch auch die Perser nicht abgeneigt.

Auf dem Foto: Sunny

Auf dem Foto: Sunny

Geschichte und Aussehen

Die Ursprung der Perser wurde bisher Selektionen und Züchtungen von Langhaarkatzen im nahen Osten zugeschrieben. Nach Europa kamen die ersten Langhaarkatzen aus Kleinasien Mitte des 17. Jahrhunderts. Der Begriff Perser etablierte sich jedoch erst mit der Gründung der ersten Zuchtvereine. Neuere Studien stellen die Geschichte jedoch in Frage und zeigen eine genetische Verwandtschaft der Perser mit mit russischen Langhaarkatzen.

Während die ersten Perser vom Aussehen noch am ehesten mit Angorakatzen zu vergleichen waren, wurde der Zuchtstandard mehrfach geändert. Gerade in Amerika nahm dies extreme Züge an. Das sogenannte Peak Face mit der sehr zurückgezüchteten und extrem flachen Nase gilt in Deutschland als Qualzucht. Heute geht der Trend jedoch eindeutig wieder zur Perser mit ausgeprägter Nase.

Der Körper der Perser ist etwas gedrungen mit relativ kurzen, stämmigen und kräftigen Beinen, breiter Brust und massivem Rücken. Der Kopf ist rund und sehr breit. Zwischen den vollen Wangen sitzt die breite Nase mit Stop. Ein starkes Kinn und ein breiter Kiefer runden das Gesicht ab. Die Ohren sind relativ klein, weit auseinander stehend, mit gerundeten Spitzen und Haarbüscheln im Inneren. Die großen, runden Augen stehen weit auseinander und dürfen von Blau über Kupfer und Grün bis hin zu Odd Eyed (jedes Auge in einer anderen Farbe) diverse Farben entsprechend der jeweiligen Fellfarbvarietäten aufweisen.

Der Schwanz ist kurz und buschig, das Fell generell lang, weich und dicht mit seidiger Textur. Eine Halskrause ist typisch. Die Fellfarben können vielfältig sein und reichen über einfarbiges Schwarz, Weiß, Chocolate, Lilac, Rot und Creme bis hin zu Schildpatt, Smoke, Bicolor und Pointed. Neben den Persern gibt es noch die recht junge Exotic Shorthair, die auch im selben Rassestandard geführt wird. Sie unterscheidet sich lediglich im Fell, welches kurz, sehr dicht und mit viel Unterwolle versehen ist.

  • Herkunft: Naher Osten (Persien, Türkei)
  • Charakter: liebenswürdig, freundlich, willensstark, gemütlich, intelligent
  • Gewicht: Katze etwa 4 – 6 kg; Kater etwa 5 – 7 kg
  • Farben: Nahezu alle Farben
  • Bewegungsdrang: gering bis mäßig
  • Lautstärke: gering
  • Pflegeaufwand: hoch
Auf dem Foto:  Coco (links, Halbperser) & Finn (rechts)

Auf dem Foto: Coco (links, Halbperser) & Finn (rechts)

Auf dem Foto: Leo

Auf dem Foto: Leo

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