Konflikte zwischen Katzen erkennen & lösen (Teil 2)

Eingestellt am Aug 17 2018 - 10:00am von Feliway

Nachdem wir euch in Teil 1 unseres Beitrags zu Konflikten zwischen Katzen ausführlich erläutert haben, woran ihr Konflikte überhaupt erkennt, haben wir heute darauf aufbauend erste Ansätze für euch, wie ihr den Konflikt lösen könnt:

Den Vierbeiner durchchecken lassen

Bevor ihr daheim Maßnahmen ergreift, ist der Gang zum Tierarzt der erste Weg. Wenn es uns nicht gut geht, sind wir auch unleidlich und leicht reizbar. Bei den Stubentigern ist das nicht anders und sie möchten entweder ihre Ruhe und ziehen sich deshalb zurück, oder sie werden ebenso reizbar wie wir. Andere Katzen im Haushalt beginnen dann nicht selten, diese Schwäche auszunutzen.

Der Einsatz von Pheromonen

FELIWAY® wurde unter anderem für dieses Einsatzgebiet entwickelt. Für den Einsatz bei Konflikten empfehlen wir  FELIWAY® FRIENDS, welches eine synthetische Kopie des Cat Appeasing Pheromons (C.A.P.) ist. In der Natur gibt die Katzenmutter das Katzen-Beruhigungspheromon über die Gesäugeleiste an ihre Katzenwelpen ab. Das Pheromon hat eine sehr besänftigende Wirkung auf den Nachwuchs und hilft damit den sozialen Zusammenhalt zwischen den Katzenbabys und der Katzenmutter zu stärken. Da dieser Effekt auch bei erwachsenen Katzen auftritt, reduziert FELIWAY® FRIENDS signifikant die Intensität und Häufigkeit von Spannungen zwischen zusammenlebenden Katzen und hilft so, die Konflikte zu beseitigen, auch wenn sie schon länger bestehen.Den genauen Unterschied und die Einsatzgebiete von  FELIWAY® FRIENDS und FELIWAY® CLASSIC haben wir euch in diesem Beitrag noch einmal aufgeschrieben.
FELIWAY® ist natürlich nur unterstützend einzusetzen und wird nicht plötzlich alle Spannungen beseitigen. Das Ressourcenmanagement und grundsätzliche Ursachen für die Konflikte solltet ihr deshalb parallel dazu angehen und optimieren bzw. beseitigen.



 

Gezielte Beschäftigung

Der passiven Katze kann man mit gezielter Beschäftigung wie Jagdspielen, die ungestört nur mit ihr durchgeführt werden, wieder zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen, was gleichzeitig den Effekt hat, dass sie ihren Bewegungsradius wieder vergrößert und die ihr angebotene Wohnungsfläche wieder mehr nutzt. Die mobbende Katze wiederum sollte man dazu bringen, ihre Aktivität umzulenken – von der anderen Katze weg. Dies geht gut durch aktive Beschäftigung wie Clickertraining, Intelligenzspiele oder andere interaktive Beschäftigungen. Positive Verstärkung ist in jedem Fall wichtig.
Sind beide Katzen einzeln für ihr jeweiliges Spiel zu begeistern, kann man versuchen parallel mit beiden in einem Raum zu spielen, um wieder mehr Sicherheit bei gegenseitiger Anwesenheit zu vermitteln. (Clickertrainings kann außerdem dazu genutzt werden, um die Vierbeiner im Miteinander zu bestärken, so dieses denn positiv verläuft. Außerdem können damit der mobbenden Katze Alternativangebote zu ihrem unerwünschten Verhalten angeboten werden.)

Vorübergehende Trennung und erneute Zusammenführung

Eskaliert das Verhalten der Stubentiger, kann eine vorübergehende (räumliche) Trennung sinnvoll sein, um den Konflikt zu entschärfen und der Beziehung einen Neustart zu ermöglichen. Nach einigen Tage Ruhe sollte das erneute Aufeinandertreffen nur unter Aufsicht stattfinden. Hier gilt es, einen Angriff der mobbenden Katze zu vermeiden, da dies die angegriffene Katze sofort wieder in ihre Angsthaltung zurückwerfen würde. 

Unterstützung durch den Tierarzt

In manchen Fällen kann es hilfreich sein, in Absprache mit dem Tierarzt die Katzen medikamentös oder homöopathisch zu unterstützen. So kann unsicheren Katzen zu mehr Selbstbewusstsein oder überaktiven Katzen zu mehr Entspannung zu verholfen werden. Das Ganze kann über eine Verabreichung mit dem Futter geschehen und sollte zwingend kontrolliert durch den Tierarzt eures Vertrauens stattfinden.

Erweiterung oder Reduzierung der Katzengruppe

Ein solcher Schritt ist die letztmögliche Lösung und muss unbedingt genau überlegt und geplant werden. Bei der Erweiterung der Katzengruppe sollte auch immer die Möglichkeit bestehen, dies rückgängig zu machen, sollte es gar nicht klappen. Ansonsten kann dies aber eine Option sein, um Ruhe in die Katzengruppe zu bringen, in der es durch zu unterschiedliche Charaktere zu Konflikten kommt. Das kann beispielsweise der Altersunterschied der vorhandenen Katzen sein. So verlockend es ist, einer alten Katze einen wilden, niedlichen Jungspund an die Seite zu stellen, so problematisch kann diese Beziehung werden, wenn die Altkatze durch den Nachwuchs ohne böse Absicht genervt wird und dann aggressiv oder mit Rückzug reagiert. Hat die Jungkatze hingegen einen Spielkameraden, der etwa gleich alt und entsprechend aktiv ist, ist die Chance groß, dass sich das Ungleichgewicht ausgleicht und die Altkatze sogar wieder etwas Freude daran findet, sich ab und an mit den Jungkatzen zu beschäftigen. Voraussetzung ist also für so ein Dreiergespann immer, dass zwei Katzen charakterlich sehr harmonieren – im besten Falle die beiden aktiveren, um sich gegenseitig aus- und den ruhigeren Gefährten zu entlasten.

Die Reduzierung der Katzengruppe um eine Katze kann ebenfalls eine Lösung sein, sollte aber nur angestrebt werden, wenn nichts sonst hilft. Davon abgesehen, dass sicher jeder sehr an seinen Tieren hängt, kann es bei größeren Katzengruppen sonst passieren, dass das nächste Mobbing-Opfer in der Gruppe auserkoren wird. Vorher sollten – eventuell auch mit einem Verhaltenstierarzt – oben genannte Maßnahmen und auch eine zeitweise Trennung und Neuzusammenführung versucht werden.

 

 


Interessiert ihr euch für weitere Informationen zum Thema? Dann schaut doch mal auf unserer Website vorbei!

www.feliway.de

 

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

  1. Tiffy 20. August 2018 at 13:31 - Antworten

    Ich bin wirklich Fan euer Seite. Die Blogbeiträge sind super und helfen mir als Katzenmama von 2 Katzen oft weiter. Weiter so.

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