Konflikte zwischen Katzen erkennen & lösen (Teil 1)

Eingestellt am Aug 17 2018 - 10:00am von Feliway

Manchmal hängt der Haussegen schief – da geht’s den Katzen wie den Menschen. Doch nicht immer ist das durch lautes Streiten direkt zu bemerken, denn gerade Katzen sind Meister in subtiler Kommunikation und tun selbiges auch in Konfliktsituationen untereinander. Das macht es manchmal etwas schwer, die Spannungen überhaupt zu erkennen, weshalb wir euch typische Situationen hier erläutern möchten, bevor wir euch in Teil 2 Lösungswege aufzeigen:

Das Vermeiden von Augenkontakt


Eine der Katzen sitzt erhöht und kontrolliert die Szenerie von oben. Die Partnerkatze vermeidet unter allen Umständen Augenkontakt.

Das Vermeiden von Körperkontakt


Die Katzen leben zwar nah beieinander (schlafen eventuell sogar im selben Bett), vermeiden aber jeglichen Körperkontakt.

Distanz bewahren


Eine der Katzen nimmt eine sehr auf die andere Katze fokussierte Haltung ein. Die Zweitkatze befindet sich in geduckter Haltung, der Schwanz befindet sich nah am oder unter dem Körper, die Ohren sind angelegt, um zu vermeiden, dass die Situation eskaliert. Die Katze ist jedoch auch jeder Zeit sprung- bzw. fluchtbereit, falls die Situation doch kippt.

Das Blockieren von Wegen


Der Vierbeiner sitzt an Zugängen, Wegkreuzungen oder vor der Toilette und blockiert so den Zugang zu wichtigen Ressourcen oder bevorzugten Orten der anderen Katze.


Das Blockieren von Ressourcen 
geschieht meist im Zusammenhang mit dem Blockieren von Wegen. Einer der Katzen wird beispielsweise der Zugang zum Futter verwehrt. Nicht selten ist das zu beobachten, wenn eine Katze neu in ein Zuhause kommt. Die Erstkatze nutzt ihr Vorrecht auf den Zugriff von Ressourcen aus und mobbt damit die Zweitkatze. 

Vorsichtiges Beschnuppern


Die offensive Katze geht auf die zweite Katze zu und schnüffelt an ihr. Dies geschieht meist sehr erregt, was an einem hochgestellten Schwanz mit aufgestellten Haaren (Fuchsschwanz) erkennbar ist. Die Zweitkatze fühlt sich in der Situation nicht sonderlich wohl und zeigt eine Körperhaltung, die von der Erstkatze weggewandt ist. Außerdem ist der Körper angespannt.

Grenzwertiger Spiel-Kampf


Hier verschwimmt die Grenze vom spielerischen Balgen hin zum echten Kampf.

Kurz vor einem Hieb


Hier sitzen beide Katzen zwar vordergründig ruhig nebeneinander, allerdings lassen einige Kleinigkeiten erkennen, dass die Situation kurz vor dem Eskalieren steht. Während eine Katze die Ohren zurückgelegt hat und Augenkontakt vermeidet, befindet sich die andere Katze in einer sehr angespannten Haltung, die Pfote schon schlagbereit erhoben.

Hiebe


An dieser Stelle wird der Streit dann richtig offensichtlich. Oft sitzt eine Katze erhöht mit angespanntem Körper und zurückgelegten Ohren. Eine Pfote befindet sich nicht selten auch schon in Schlaghaltung. Die zweite Katze versucht mit zurückgelegten Ohren und in geduckter Haltung an der anderen Katze vorbeizukommen ohne den geschlagen zu werden.

Anstarren


Die Katze starrt die Zweitkatze unverholen über einen längeren Zeitraum und auch über größere Entfernung an.

Rückzug


Während eine Katze in geduckter Körperhaltung langsam auf die zweite Katze zugeht, geht diese in Abwehrhaltung. Das heißt, langsamer Rückzug und nicht selten eine Pfote schlagbereit.

Bedrohung


Die bedrängte Katze befindet sich in defensiver Haltung, hat erweiterte Pupillen, sehr flach angelegte Ohren und ist fluchtbereit. Meist wird dabei gefaucht. Die bedrängende Katze steht und bewegt sich auf die andere zu mit angelegten Ohren und am Schwanz aufgestellten Haaren.


Fauchen

Die defensive Katze befindet sich in einer angespannten Haltung und bereit zu flüchten bzw. zu schlagen. Die angreifende Katze ist in geduckter Haltung und hat die Ohren komplett angelegt. Des Weiteren wird mit weit offenem Mund gefaucht.

 

 


Interessiert ihr euch für weitere Informationen zum Thema? Dann schaut doch mal auf unserer Website vorbei!

www.feliway.de

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

  1. Sandy 18. August 2018 at 17:05 - Antworten

    Also mit fauchen und ein bisl stänkern hat es angefangen. Mittlerweile uriniert unsere Katze auf sämtliche Plätze in der Wohnung. Feliway spray gekauft um die betroffenen Stellen etwas angenehmer für die Katze zu machen…funktioniert leider nicht. Grund für das ganze ist wahrscheinlich der hund der dazu gekommen ist. Seit dem sind sich Katze und kater nicht mehr grün. Hatte meine Hoffnungen in feliway gesetzt aber würde leider enttäuscht 😔

    • Feliway 19. August 2018 at 9:56 - Antworten

      Hallo Sandy, es ist leider so, dass Feliway es in einigen Fällen nicht nicht leisten kann, dass derartige Dinge plötzlich verschwinden. Bei kleineren Problemen klappt das in der Regel sehr gut, sind die Einschnitte aber gravierender (und ein plötzlich in der Familie vorhandener Hund ist das für sensible Katzen auf jeden Fall), kann es passieren, dass das Problem den Effekt von Feliway sozusagen überstrahlt. Alles zusammen ist dann zusätzlich noch von diversen anderen Faktoren wie Dauer etc. abhängig. Erfolgsversprechender wäre gegebenenfalls eine Anwendung des Sprays parallel mit dem Verdampfer und das über einen längeren Zeitraum, aber auch da können wir dir aus der Ferne schlecht sagen wie sich das entwickelt. Katzen sind genauso individuell vom Charakter her wie wir und wenn eine Katze mit einer Situation so gar nicht klarkommt, weil sie vielleicht in der Prägungsphase schlechte Erfahrungen gesammelt hat, dann wird es schwierig. Wir würden euch auf jeden Fall raten, euch an einen Verhaltenstierarzt zu wenden, der sich die Situation mal vor Ort anschaut. Der kann euch dann auch konkrete Tipps geben, wie ihr die Situation eventuell etwas entspannen könnt.

      Viele Grüße

      Steffi vom Feliway Team

  2. Cornelia 19. August 2018 at 21:39 - Antworten

    Leider öffnet sich der 2. Teil nicht

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