Katzenkrallen – Werkzeug und Waffe in einem

Eingestellt am Mrz 12 2015 - 1:01pm von Feliway

Sie sind nützlich für die Jagd, sie werden genutzt, um das Revier zu markieren und auch für die Verteidigung sind sie unverzichtbar – die Krallen einer Katze. Jeder Stubentiger besitzt 18 von ihnen, davon jeweils fünf an den Vorder- und vier an den Hinterpfoten. Bei fast allen Katzenarten werden die Krallen beim Laufen und in der Ruhestellung eingefahren. So wird eine unnötige Abnutzung verhindert und es ermöglicht der Katze außerdem ein geräuschloses Anschleichen, wenn sie auf die Jagd geht. Gehalten werden die Krallen dabei von zwei elastischen Bändern in einer Art Garage, der Krallentasche.

Spielende Kitten

Durch eine Sehne, die am unteren Fußende entlangläuft, können die Krallen bei Bedarf blitzschnell ausgefahren werden. Dies ist bei Sprüngen nötig, beim Klettern und natürlich, um eine Beute festzuhalten. Und auch wenn Krallen aus Horn bestehen, sind sie keineswegs komplett leblos. In den sichelartig gebogenen Werkzeugen der Katze, die wie unsere Fingernägel ständig nachwachsen, befindet sich das sogenannte Krallenbein, welches Nerven oder Blutgefäße enthält.  Bei den meisten Katzen sieht man diese, da die Krallen durchscheinend sind.

Krallen schneiden nur im Ausnahmefall

Bei einer gesunden Katze ist das Schneiden der Krallen absolut nicht notwendig, da sie sich von alleine abnutzen und die Katzen sich mit Unterstützung des richtigen Kratzbaumes oder Kratzbrettern sehr gut selbst um ihre Pfotenpflege kümmern können. Gesunde Krallen zeigen einen viertel Kreis auf, wenn man sie durch leichten Druck auf den Fuß hinausdrückt. Dies ist auch die optimale Länge für Katzen, um die Krallen zu wetzen und sie auf richtiger Länge zu halten.

Für alte oder kranke Katzen ist es jedoch manchmal problematisch, sich selbst um die Krallen zu kümmern. Dies merkt ihr daran, wenn eure Katze beim Laufen auf Parkett, Laminat oder Fliesen, klackernde Geräusche macht oder sich im Teppich oder am Kratzbaum verhakt. Bemerkt ihr Ähnliches bei eurem Stubentiger, solltet ihr euch die Pfoten eurer Katze einmal genauer anschauen und bei eurem Tierarzt vorstellig werden. Hierbei ist es auch ratsam, damit nicht zu lange zu warten, denn zu lange Krallen können sich nach innen biegen und im schlimmsten Fall in die Zehen einwachsen. Der Tierarzt wird sich dann um euren Liebling kümmern und zeigt euch auch gerne, wie ihr richtig die Krallen schneidet, wenn eure Katze die Pflege nicht mehr alleine übernehmen kann.

Zu einer echten Katze gehören scharfe Krallen jedenfalls dazu. Und auch, wenn es manchmal etwas ärgerlich ist, wenn sich euer Vierbeiner an einem Möbelstück oder auf eurer Hand verewigt, solltet ihr euch immer vor Augen halten, welches kleine Wunderwerk die Natur hier vollbracht hat.

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  1. Katharina Lehmann 18. März 2015 at 13:32 - Antworten

    Ich finde auch das die krallen einfach zu einer Katze dazu gehören meine Katzen benutzen ihren krazbaum und wenn ich mal im Eifer des Gefechts mal einen oder mehrere Kratzer abbekomme ist das ok dafür sind es Katzen

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