Ich möchte eine Katze!

Eingestellt am Sep 3 2014 - 9:49am von Feliway

Katzen sind tolle Tiere und ideale Begleiter. Bevor man sich eine oder am besten mehrere Stubentiger anschafft, sollte man sich jedoch Gedanken über die Dinge machen, die mit Aufnahme einer Katze auf einen zukommen.

Grundsätzlich sollte man sich überlegen, was man selbst von einer Katze erwartet und die Katze vom Besitzer erwartet. Denn anspruchslos sind die Vierbeiner beim besten Willen nicht. Die erste Frage sollte daher sein: Warum soll überhaupt ein Stubentiger bei mir einziehen? Die Antworten darauf können sehr vielseitig sein. Möchte man einen Gesellschafter? Sollen die Kinder lernen, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen? Mag ich die Katze einfach als Tier?

Je nachdem, welche Motivation dahinter steckt, kann man auch seine Anforderungen an die Katze für sich klären: Soll der Stubentiger verspielt und aktiv sein? Oder doch etwas ruhiger? Nehme ich lieber eine pflegeleichte Rasse oder habe ich die Muse, viel Zeit in die Fellpflege zu investieren?

Nach diesen Vorüberlegungen ist es natürlich auch wichtig, sich vor Augen zu halten, was es bedeutet, die Verantwortung für eine oder mehrere Katzen zu übernehmen. Denn neben vielen tollen Dingen, muss man sich unter Umständen auch auf zerkratze Möbel, haarige Sofapolster, nächtlichen Weckdienst und angeknabberte Zimmerpflanzen einstellen. Natürlich sind nicht alle Katzen solche Rabauken, aber je nachdem welchen Charakter man erwischt, können solche Dinge durchaus vorkommen.

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Weitere, ganz pragmatische Überlegungen

Wie bei jedem Haustier kostet natürlich auch eine Katze und das gegebenenfalls gar nicht wenig. Während die Anschaffungskosten meist nicht ganz so hoch ausfallen, vor allem, wenn man einen Streuner aufnimmt oder eine Schutzgebühr ans Tierheim zahlt, sind bei einer Katze die regelmäßigen Kosten jedoch nicht ganz außer Acht zu lassen.

Neben einer ordentlichen Grundausstattung, die wir in einem der nächsten Blog-Beiträge ausführlich vorstellen (natürlich mit Checkliste zum Ausdrucken), entstehen laufende Ausgaben hauptsächlich durch Futter und Katzenstreu. Auch eine regelmäßige tierärztliche Betreuung ist wichtig – bei Wohnungskatzen ebenso wie bei Freigängern.

Hierfür kann man auch einfach ohne Katze bei einem ansässigen Tierarzt vorbeischauen und sich vor Anschaffung beraten lassen.

Kann ich der Katze geben, was sie braucht?

Diesbezüglich sind hauptsächlich die Faktoren Raum und Zeit entscheidend. Um ersteres sollte man sich vor allem Gedanken machen, wenn die Katze keinen Garten für den Freigang zur Verfügung hat. Jedoch zählt weniger die eigentliche Größe als das, was man daraus macht. Eine etwas kleinere Wohnung kann für die Katze wesentlich vorteilhafter sein, wenn sie spannend eingerichtet ist, nicht überall Verbotszonen vorhanden sind und man der Katze vielleicht sogar noch Dinge, wie einen „Catwalk“ an die Decke baut.

Möglichkeiten und Ideen für solche Abenteuerspielplätze werden wir in nächster Zeit auch auf unserer Facebook-Seite vorstellen.

Mindestens so wichtig wie die Räumlichkeiten ist natürlich auch, dass man genug Zeit hat, die man der Katze widmen kann. Grundsätzlich ist es besser, die Stubentiger im Doppelpack einziehen zu lassen. Besondern bei voll berufstätigen Menschen ist die einzelne Katze so besser ausgelastet, was wiederum schlechte Angewohnheiten vermeidet, die aufgrund von Langeweile entstehen können. Außerdem kann ein Mensch natürlich niemals einen Artgenossen ersetzen. Und auch der weit verbreitete Irrglaube, Katzen wären Einzelgänger, wurde inzwischen widerlegt.

Auch bei zwei oder mehr Katzen sollte man als Besitzer jedoch immer genug Zeit aufbringen können, sich neben der Grundpflege mit den Stubentigern zu beschäftigen. Ausgiebiges Spielen und viele Streicheleinheiten festigen die Beziehung und machen ein harmonisches Zusammenleben möglich.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

  1. NInette Stange 3. September 2014 at 19:39 - Antworten

    Toller Beitrag freue mich schon auf den nächsten…
    mit Neugier auf „Möglichkeiten und Ideen für Abenteuerspielplätze“ – vielleicht ist da was für meine Stubentiger dabei.

  2. Katzenhilfe Liezen 7. September 2014 at 22:07 - Antworten

    Vielleicht solltet ihr auch erwähnen das man eine 15 bis 20ig jährige Partnerschaft eingeht. Katzen sind auch kein Spielzeug für kleine Kinder!

    • Feliway 11. September 2014 at 12:53 - Antworten

      Das ist natürlich völlig richtig!

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