Clickertraining – optimal für die Beschäftigung

Eingestellt am Feb 13 2015 - 11:52am von Feliway

Vom Training mit dem Clicker hat von euch bestimmt jeder schon einmal irgendwo gehört oder gelesen. Meist wird darüber im Zusammenhang mit der Erziehung von Hunden berichtet. Doch auch für alle möglichen anderen Tierarten eignet sich diese Methode, die super zur Ausbildung und damit zur Beschäftigung von Tieren eingesetzt werden kann. Außerdem wird durch eine solche Beschäftigung natürlich auch die Bindung zwischen euch und euren Stubentigern gestärkt.

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Das Prinzip beruht auf Belohnung und der Markierung von richtigem Verhalten in Form eines akustischen Signals (dem Click), wodurch erwünschte Verhaltensweisen verstärkt werden. Strafen gibt es also in dieser Form der Erziehung nicht. Wissenschaftlich betrachtet ist die Grundlage eine klassische Konditionierung. Heißt also, dass ein Verhalten umso öfter gezeigt wird, wenn das Verhalten eine Konsequenz erzeugt, die einen Gewinn darstellt. Dieser Gewinn ist eine positive Bestärkung, denn er befriedigt Bedürfnisse. Lernen durch Erfolg heißt also die Devise.

Grundsätzliches

Ein Clicker funktioniert nach dem Prinzip eines Knackfrosches und ist als solcher an sich für das Training nicht notwendig. Theoretisch reicht auch ein Schnalzen mit der Zunge. Es sollte jedoch ein akustisches Signal sein, welches ihr im normalen Sprachgebrauch nicht verwendet und das auch sonst im normalen Umfeld der Katze nicht vorkommt, damit es nicht zu Missverständnissen zwischen euch und dem Stubentiger kommt.

Zunächst solltet ihr der Katze die Funktion des Clickers begreiflich machen, also eine klassische Konditionierung zum Clicker und der Belohnung aufbauen. Das erste Ziel ist, der Katze zu zeigen, dass, so bald sie den Click hört, Futter als Belohnung winkt.

Die erste Übung zum Kennenlernen

Setzt euch mit eurer Katze auf den Boden in einem ruhigen Raum mit möglichst wenig Ablenkung und haltet in der einen Hand den Clicker und in der anderen einige Leckerlis (diese soll die Katze nach Möglichkeit nicht sehen). Nun klickt ihr einmal und gebt der Katze direkt ein Leckerli, „Direkt“ heißt in diesem Fall sofort. Die Verknüpfung zum Geräusch kann von eurem Stubentiger nur hergestellt werden, wenn das Leckerli innerhalb von 1 bis 2 Sekunden gereicht wird. Das Ganze wiederholt ihr ca. 10 mal und macht dann eine kleine Pause. Mehr als 5 bis 10 Minuten Training am Stück solltet ihr der Katze anfangs nicht zumuten.

Die Katze sollte außerdem in der ersten Zeit nach wirklich jedem Klick ein Leckerli bekommen, damit sie Spaß dran hat und das Interesse nicht verliert. Wenn euer Liebling anfängt zu betteln, solltet ihr dies jedoch konsequent unterbinden. Katzen sind zwar sehr gut darin, ihre Menschen zu trainieren, das sollte aber nicht das Ziel der Clickerübung sein. 😉

Kennt die Katze den Clicker und verbindet mit dem Geräusch die Belohnung durch ein Leckerli, könnt ihr beginnen, erste Tricks zu üben. Der Clicker ist dabei super geeignet, um wirklich punktgenau zu belohnen. Gut für den Start geeignet sind einfache Grundkommandos wie Sitz.

Wie das funktioniert sieht man zum Beispiel in diesem Video des Tierhilfe verbindet e.V. sehr schön:

Der Tierschutzverein Hannover hat dazu ebenfalls ein tolles Video ins Netz gestellt:

Wer sich etwas tiefer ins das Thema begeben will, findet bei amazon sehr viel Literatur dazu, z.B.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

  1. Cornelia Brinckmann 23. Februar 2015 at 13:02 - Antworten

    Schön das Clickertraining mit den Katzen .
    Ich bevorzuge Clique im Innenraum , die etwas leiser sind – für alle angenehm .
    Zum Beispiel zu beziehen vom Dogdanceshop – http://www.dogdance.de

    Liebe Grüße
    Cornelia Brinckmann

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